Leasing-Rückgabe ohne böse Überraschung

Am Ende eines Leasingvertrags wird das Fahrzeug begutachtet. Jeder Kratzer, jede Delle und jeder Steinschlag kann auf der Rechnung landen. Ob die Forderungen berechtigt sind, können viele Leasingnehmer kaum einschätzen. Hier helfe ich.

Normale Abnutzung oder Schaden?

Ein Auto, das drei Jahre gefahren wurde, sieht nicht mehr aus wie neu. Das ist auch nicht verlangt. Normale Gebrauchsspuren müssen Sie nicht bezahlen, echte Schäden schon. Die Grenze ist aber nicht immer klar, und genau da entstehen die Streitfälle.

In der Regel normale AbnutzungIn der Regel ein Schaden
Leichte Kratzer im Lack, die sich auspolieren lassenKratzer bis auf die Grundierung
Einzelne kleine Steinschläge auf der MotorhaubeDellen in Türen oder Kotflügeln
Gebrauchsspuren an Sitzen und LenkradRisse, Brandlöcher oder Flecken in den Polstern
Abgefahrene, aber noch zulässige ReifenBeschädigte Felgen oder Reifen

Was im Einzelfall gilt, regelt Ihr Leasingvertrag. Bringen Sie ihn deshalb zur Besichtigung mit.

So läuft die Bewertung vor der Rückgabe ab

  1. Sie melden sich am besten vier bis sechs Wochen vor dem Rückgabetermin.
  2. Ich sehe mir das Fahrzeug bei Ihnen an und dokumentiere den Zustand mit Fotos.
  3. Sie bekommen eine Einschätzung, welche Mängel als Schaden gelten und was eine Reparatur ungefähr kostet.

Kleine Schäden lassen sich vor der Rückgabe oft günstiger beheben, als die Leasinggesellschaft sie später berechnet, zum Beispiel per Smart Repair. Und wenn nach der Rückgabe eine Rechnung kommt, haben Sie eine unabhängige Dokumentation in der Hand.

Mein Tipp für den Rückgabetag

Machen Sie am Tag der Rückgabe selbst Fotos vom Fahrzeug, rundherum und vom Innenraum, und lassen Sie sich das Übergabeprotokoll aushändigen. Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht nachvollziehen können.